Werkstatt des guten Lebens

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde, die Demographen haben wieder einmal unrecht, eigentlich sollten wir aussterben, doch nun kommen viele junge Menschen zu uns.  Wie können wir diese in die Entwicklung unseres Landes bzw. unserer Region einbinden? Geht das überhaupt und was können wir gerade in unserem dünn besiedelten strukturschwachen Mecklenburg-Vorpommern tun? Diesen und vielen anderen Fragen wollen wir am 12.11., um 10 Uhr im Lehmhaus des Wangeliner Gartens auf dem Grund gehen und damit eventuell einen Prozess anschieben, der uns sicher die nächsten Jahre intensiv beschäftigen wird.
Ein weiterer Höhepunkt folgt am nächsten Abend, den 13.10.11, denn da werden Johannes Heimrath und Frank Jansky ganz unkonventionell über den drohenden Kollaps unserer Erde diskutieren. Ein spannender Ausblick auf unsere Zukunft.
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„Zur Rolle des Geldes in der Post-Kollaps-Gesellschaft“ am 13.11.2015, ab 19 Uhr im Lehmhaus des Wangeliner Garten

Zwei prominente Querdenker der Bundesrepublik Deutschland „streiten“ über das weitere Leben in unserem Land. Johannes Heimrath, Mitbegründer der Gemeinschaft in Klein Jasedow, Buchautor und Herausgeber der OYA.
Frank Jansky, Rechtsanwalt und erster Vorsitzender des Regiogeldverbandes, sicher all jenen bekannt, die sich schon mit dem Thema Regionalgeld auseinandergesetzt haben, ist ein streitbarer Geist für Regionalwährungen.
Diese beiden werden sich mit folgenden Themen auseinander setzen:
– die Schenkökonomie und praktizierte Wege dorthin
– welche Voraussetzungen müssten überhaupt erfüllt sein, damit ein anderes Wirtschaften möglich wird?
– ist das heutige Geldsystem ein Faktor für den Kollaps?
– wie muss eine Gesellschaft geartet sein, damit Geld gar nicht nötig ist?
– wird es bei einer arbeitsteiligen Wirtschaft für ein gutes Leben bleiben?
– wie sieht eine Diversität im Austausch von Leistungen und Gütern aus?
– wenn Geld für ein gutes Leben erforderlich sein sollte, wie könnte es gestaltet sein?

Der Eintritt ist frei, wir laden herzlich ein,

FAL e.V..

 

Frank Jas160-k-nonsky, ist Rechtsanwalt und erster Vorsitzender des Regiogeldverbandes e.V. Er ist Jahrgang 1967, geboren und aufgewachsen in Genthin.
Er ist Dozent für Rechtskunde im Rahmen von Aus- und Weiterbildung,
eingetragener Streitschlichter und führt den Vorsitz in Vorständen und Aufsichtsorganen verschiedener Vereine und Kapitalgesellschaften.
Frank Jansky betreut in seiner Kanzlei schwerpunktmäßig eigenständige in der Regionalwirtschaft tätige Klein- und Mittelständische Unternehmen sowie Rechtsrat suchende Bürger. Seine Zusammenarbeit in Netzwerken ermöglicht ihm die Einbeziehung von Steuerberater, Ärzten, Sachverständigen und anderen Fachleuten.
Während seiner langjährigen Tätigkeit hat er verschiedene Kompetenzfelder entwickelt, darunter auch den Bereich Geld- und Währungsrecht.
Als Mitglied der Aktionsgruppe Lobby Control setzt er sich für folgende Forderungen ein: Lobbyisten raus aus den Ministerien! Offenlegung aller Informationen über die bisherige Mitarbeit von Lobbyisten in Ministerien. Transparente und demokratische Wege zu externem Sachverstand, z.B. über Anhörungen oder andere Beteiligungsverfahren.
www.regiogeld.de

 

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Johannes Heimrath, Jahrgang 1953, Medienunternehmer, Herausgeber der Zeitschrift Oya – anders denken, anders leben. Förderer der kulturkreativen Bewegung. Berater und Moderator in den Bereichen soziale Unternehmen, Gemeinschaftsbildung und Regionalentwicklung. Präsident der Europäischen Akademie der Heilenden Künste Klein Jasedow. Komponist. www.johannesheimrath.de

 

Neulandgewinner

 

Die Neulandgewinner im Bauhaus Dessau

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Hauswurz und Stachelbeere aus Wangelin stehen jetzt in den Urbanen Gärten Dessau

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Neulandgewinner

Mit der „Werkstatt des guten Lebens“ bezahlbares Bauen für die Seele

Mit dem Programm „Neulandgewinner – Zukunft erfinden vor Ort“ unterstützt die Robert Bosch Stiftung 17 regionale Bürgerprojekte in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Hinter den lokalen Initiativen stehen engagierte Menschen, die in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen ihr Umfeld, ihre Nachbarschaft mit unkonventionellen Ideen selbst gestalten wollen. Die Robert Bosch Stiftung begleitet die Macher der Projekte in den nächsten zwei Jahren und unterstützt sie finanziell als auch mit einem anspruchsvollen Begleitprogramm. Zu diesen Auserwählten gehört auch der FAL e.V. mit Sitz in Ganzlin. In den vergangenen 2 Jahren der „Werkstatt des guten Lebens“ haben die Menschen rund um den FAL e.V. viele wertvolle Erfahrungen sammeln können und schöne Erfolge gefeiert. Sie haben das Tauschhaus eröffnet, die regionalen Produkte unter dem Label „Wunderfeld“ weiter entwickelt und für das „Bezahlbare Bauen für jung und alt“ wurde eine Planung erstellt, deren Titel nun „Bezahlbares Bauen für die Seele im ländlichem Raum“ heißt. Bauen für die Seele heißt umweltbewusstes ressourcenschonendes und aber auch ästhetisches Bauen. Dieser anspruchsvolle Ansatz wird in den nächsten 2 Jahren mit Leben erfüllt. Dazu finden unter anderem Veranstaltungen interessierter Menschen mit Experten weit über die Grenzen unseres Landes statt. Das große Ziel ist, hier praktische Beispiele für an der Natur orientiertes Bauen und damit gleichzeitig Grundlagen für ein Leben mit Zukunft auf dem Land zu schaffen. Denn die Ergebnisse sollen bezahlbar, damit besonders für hier lebende und zuzugswillige Menschen mit wenig Geld attraktiv, aber auch übertragbar in andere Regionen sein. Die erste Werkstatt mit diesem Thema wird am 05.06.2015 in Wangelin unter anderem mit Athena und Bill Steen vom Canelo Projekt aus den USA stattfinden. Weitere Informationen: www.neulandgewinner.de und www.fal-ev.de .

 

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Durch die vielfältigen Aktivitäten in den letzten Jahren, wurde unsere Region und der Ort Wangelin immer attraktiver, deshalb gibt es immer mehr Anfragen von Interessierten, insbesondere von jungen Leuten, hier mit zu tun und zu guter letzt auch mit zu leben. In deren Augen macht diese Entwicklung auf den sozialen, gemeinschaftlichen und ökologischen Grundlagen, wie hier praktiziert, Sinn. Diese Jugendlichen zeichnen sich durch hohe Kreativität und Eigeninitiative aus, haben aber kaum finanzielle Möglichkeiten. Für diese, für die Weiterentwicklung unserer Region aber auch allgemein des ländlichen Raumes sehr wichtigen Menschen wollen wir Wohn- und Eigentumsmodelle entwickeln, die einmal ein Zusammenleben von jung und alt ermöglichen, woraus aber auch bezahlbarer Wohnraum und Werkstätten entstehen. Trotz des hier mittlerweile nicht mehr vorhandenen Wohnraumes gibt es zahlreiche leerstehende und nicht mehr genutzte landwirtschaftliche Gebäude, die zu sehr anspruchsvollen, nachhaltigen und auch Kostengünstigen Wohnräumen entwickelt werden könnten. Dazu gibt es Ideen  von den betroffenen Menschen vor Ort und Partnern unserer Europäischen Bildungsstätte für Lehmbau, die bisher noch nicht zur Praxisreife weiter entwickelt werden konnten. Diese innerhalb des Projektes so weit zu planen, dass daraus ein fertiges Haus entstehen kann, wäre eine wichtige Problemlösung, vor allem wenn sie dann gleich praktisch umgesetzt werden könnte. Die Planung soll unter anderem gemeinschaftliches nachhaltiges Bauen in Selbsthilfe, die Anleitung in Kursen, aber auch ein Finanzierungsmodell enthalten.        

 

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 Ein nachhaltiges Leben zu führen, heißt unter anderem auch der Wegwerfgesellschaft, besonders unter dem Eindruck zukünftiger Ressourcenknappheit, zumindest im eigenem Tun Einhalt zu gebieten. Daraus wurde die Idee entwickelt einen Ort des Tauschens, Schenkens und Austauschens, als Treff von Jung und Alt, von Zugezogenen und Einheimischen zu schaffen. Ausgewählt wurde im Einvernehmen mit der Gemeinde Buchberg die alte Feuerwehr in Wangelin. Zugleich soll damit auch die Hemmschwelle des Kennenlernens Zugezogener und Einheimischer gesenkt werden

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 Ein weiteres wichtiges zu lösendes Problem zum Thema nachhaltigen „Überlebens“ auf dem Land ist der Umgang mit regionalen Rohstoffen. Hier soll im Rahmen von Praxiskursen mit professionellen Anleitern Grundlagen für Manufakturen zur Verarbeitung von Wildholz sowie der professionellen Entwicklung von einheimischen Spezialitäten aus Obst und Gemüse gelegt werden. Mit dem dabei gewonnenen Wissen soll zukünftig Einkommen durch die Bewohner erwirtschaftet werden können.   

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  Dazu kommt die Etablierung einer Vortragsreihe verbunden mit der Frage „Was ist das gute Leben?“, gerade für ländliche Regionen. Diese Vortragsreihe dient der Korrektur aber auch der Bestätigung des eingeschlagenen Weges und eine streitbare Möglichkeit neue Wege zu finden und spricht auch Suchende an.

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